Eis selber machen: In 5 Schritten zum eigenen Speiseeis

Eis selber machen: In 5 Schritten zum eigenen Speiseeis

Eis als eines der beliebtesten Süßspeisen wird auf der ganzen Welt in unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen, Farben und Konsistenzen zubereitet und genossen. Egal ob Eiscreme, Fruchteis oder Sorbet, Eis ist immer eine willkommene Abkühlung im Sommer. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Vor allem in den letzten Jahren erobern immer mehr verrückte Kreationen den Markt. Doch warum nicht einmal selbst gemachtes Eis genießen?

Immer nur Eis von der lokalen Eisdiele oder aus dem Supermarkt, das wird schnell langweilig und belastet den Geldbeutel. Dabei ist es garnicht so schwer einmal seine eigene Eissorte zu kreieren. Dabei können Sie sich völlig austoben. Sie können mit neuen Geschmäckern experimentieren oder auf die altbewährten Klassiker zurückgreifen. Außerdem haben Sie die volle Kontrolle über Inhaltsstoffe und können ungesunde Farb- und Konservierungsstoffe meiden.

Wir zeigen Ihnen wie sie in wenigen Schritten Ihr eigenes leckeres Eis selber machen, das wie frisches Eis aus der Eisdiele schmeckt. Um Ihnen den Einstieg in die Welt des Speiseeises zu vereinfachen, haben wir Ihnen alle wichtigen Informationen rund um das Thema Speiseeis zusammengestellt. Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung können Sie sofort mit der Eisherstellung beginnen.

Warum Eis selber machen?

Selbst gemachtes Eis ist geschmacklich kaum zu übertreffen und kann sogar richtig gesund sein. Wenn Sie Ihr Milcheis selber machen, haben Sie die volle Kontrolle über alle Inhaltsstoffe und Zutaten. Warum zum Beispiel nicht einmal auf Zucker und Sahne verzichten und diese mit gesünderen Alternativen ersetzen. Sie können Ihre eigenen Lieblings-Eissorten neu erfinden und verfeinern oder sich an altbewährte Rezepte halten und Ihre Lieblings-Klassiker zu Hause zaubern. Der Kreativität kann freien Lauf gelassen werden und es können verschiedene Geschmacksrichtungen miteinander kombiniert werden. Ob ausgefallene Fruchteissorten wie Holundereis oder Rhabarbereis oder ganz gewagte Kreationen mit Chili oder Pfeffer. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt und es kann kräftig experimentiert werden. So entstehen vielleicht auch ganz ausgefallene Geschmacksrichtungen, die sich schnell zu Ihren neuen Lieblingssorten entwickeln. Nebenbei haben Sie noch viel Spaß beim Zubereiten mit Freunden oder Familie. Unser Tipp: Bei einem Picknick im Park, einer Grillparty im Garten oder beim selbst gekochten Dinner als Nachspeise ist Ihr selbst gemachtes Eis garantiert ein Hingucker.

Eine willkommene Hilfe bei der Eisherstellung ist eine Eismaschine. Für den Anfänger empfiehlt sich eine Eismaschine ohne Kompressor. Diese sind kostengünstiger und gut für den Heimgebrauch. Für Fortgeschrittene und absolute Eisliebhaber ist eine Eismaschine mit Kompressor empfehlenswert. Wir zeigen Ihnen die Unterschiede der erhältlichen Maschinen auf und geben hilfreiche Tipps für die Eisherstellung mit einer Schritt-für-Schritt Anleitung anhand eines kleinen Basis-Rezepts. Außerdem erklären wir, wie das perfekte Eis auch ohne Eismaschine gelingt.

Eis selber machen – Mit Eismaschine

In dieser Schritt-für-Schritt Anleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihr Eis selber machen. Für die Herstellung eines einfachen Milchspeiseeis brauchen Sie folgende Zutaten:

Grundrezept Vanille-Eis (für 4 Portionen):

  • 250 ml Milch
  • 60 g Zucker
  • 3 Eigelb
  • 50 g Schlagsahne
  • 1/2 Vanilleschote (oder etwas Vanilleextrakt oder Vanillezucker)

Schritt 1

Die Eigelb und die Hälfte des Zuckers leicht vermischen.

Unser Tipp: Das übrige Eiweiß muss nicht weggeschmissen werden. Es kann sofort zu beispielsweise Macarons, Baiser, Marshmallows oder Makronen weiterverarbeitet werden. Haben Sie gerade keine Zeit dann können sie das Eisweiß auch für später im Gefrierschrank einfrieren. Das Eiweiß kann in einer Plastikschüssel, in einem kleinen Tütchen oder – zur besonders platzsparenden Aufbewahrung – auch in Eiswürfelförmchen eingefroren werden. Vor dem Einfrieren kann das Eiweiß leicht mit einer Gabel verquirlt werden, um zu verhindern, dass nach dem auftauen eine Haut auf dem Eiweiß entsteht. Es ist ungefähr 10 Monate im Tiefkühler haltbar. Sobald Sie das Eiweiß verwenden wollen, lassen Sie es einfach im Kühlschrank über Nacht auftauen. Um alle Risiken auszuschließen, sollte das aufgetaute Eiweiß nur für Gerichte verwendet werden, bei denen es erhitzt wird.

Schritt 2

Die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und das Mark herauskratzen. Das Mark der Vanilleschote und die Vanilleschote zusammen mit der Milch und dem restlichen Zucker in einen Topf geben und aufkochen lassen. Dann den Top vom Herd nehmen und etwas ziehen lassen.

Schritt 3

Die Vanilleschote aus der Milch herausnehmen. Wenn die Vanille-Milch nichtmehr kochend heiß ist, langsam zum Eigelb hinzufügen und verrühren. Vorsicht: Ist die Milch zu heiß, beginnt das Eigelb zu stocken und es entstehen unschöne Klümpchen.

Schritt 4

Die Grundmasse muss nun über einem heißen Wasserbad unter ständigem Rühren angedickt werden.

Schritt 5

Sobald die Masse dickflüssig ist, die kalte Schlagsahne einrühren. Nun ist Ihr erstes Vanille-Eis fast fertig!

Arbeiten sie mit einer Eismaschine ohne Kompressor muss die Masse nun etwas abgekühlt werden, da sie so heiß nicht in die Eismaschine gefüllt werden kann. Entweder stellt man die Grundmasse kurz in den Kühlschrank oder man gibt die Schüssel auf ein paar Eiswürfel und kühlt die Masse unter ständigem Rühren. Wenn die Masse kalt ist, kann Sie in die Eismaschine gefüllt werden.

Bei einer Eismaschine mit Kompressor ersparen Sie sich diesen Schritt.

Füllen Sie die Eismasse in die Eismaschine. Diese übernimmt nun die Arbeit für Sie. Bald ist Ihr leckeres Eis fertig und Sie müssen es nur noch anrichten und genießen.

Eismaschine ohne Kompressor

Eismaschinen ohne Kühlkompressor sind sehr Preiswert im Handel zu erwerben und eignen sich für alle, die gerne zwischendurch ein Eis genießen wollen. Wenn Sie Ihr Eis mit einer Eismaschine ohne Kompressor selber machen, müssen Sie den Kühlbehälter der Eismaschine für etwa 24 Stunden im Gefrierschrank vorkühlen. Die Masse wird dann in die Maschine gefüllt und dort langsam unter ständigem Rühren zum Eis. Ein spontaner Einsatz dieser Eismaschine ist somit leider nicht möglich. Auch ist der Kühlbehälter oft sehr groß und sperrig und lässt sich schwer im Gefrierschrank verstauen. Vor allem bei Kühlschränken mit eingebautem Gefrierfach sollte vor dem Kauf ausgemessen werden, ob der Behälter Platz findet. Wer genug Platz hat, kann den Kühlbehälter aber ständig im Gefrierfach verstauen, sodass auch spontan ein leckeres Eis zubereitet werden kann.

Eismaschine mit Kompressor

Eine Eismaschine mit Kompressor verfügt über eine eingebaute Kühleinheit, die Ihnen viel Arbeit abnimmt. Sie ersparen sich hier das Vorkühlen der Eismasse und das Kaltstellen des Kühlbehälters, wodurch Sie viel Zeit und jede Menge Platz im Kühlschrank gewinnen. Der etwas höhere Preis rechtfertigt sich so schnell. Vorallem für absolute Eisliebhaber und Fortgeschrittene Eiskünstler lohnen sich diese definitiv.

Eis selber machen – Ohne Eismaschine

Eis ohne Eismaschine zuzubereiten ist etwas umständlicher und zeitraubender als das Arbeiten mit einer Eismaschine und oft wird das Eis nicht so cremig und fluffig, wie Eis aus der Eismaschine. Eine Eismaschine nimmt viel Arbeit ab und zaubert perfekte Ergebnisse. Für Skeptiker, die erst von dem tollen Geschmack von selbst gemachten Eis überzeugt werden müssen und sich noch nicht sicher sind ob sich eine Anschaffung lohnt, kann das Eis aber auch ohne eine Eismaschine in wenigen Schritten zubereitet werden.

Zunächst muss eine Eisgrundmasse hergestellt werden. Ob klassisches Vanilleeis oder Fruchteis, ob mit Chili oder Pfeffer. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt und es kann kräftig experimentiert werden.

Diese wird dann in eine Schüssel oder eine Frischhaltebox gefüllt und in das Gefrierfach gelegt. Nach den ersten 1-2 Stunden beginnt die Masse zu gefrieren. Sie sollte dann regelmäßig alle 30 Minuten mit einem Löffel gut durchgerührt werden um ein cremiges fluffiges Eis zu zaubern.

Nützliches Zubehör für die Eisherstellung

Wenn Sie Ihr Eis selber machen, dann wird sich so manches Zubehörteil als nützlich erweisen. Folgende Zubehörteile halten wir für besonders sinnvoll:

Eisportionierer

Damit Sie Ihr selbst gemachtes Eis schön auf dem Teller oder in einer Schüssel anrichten können, ist ein Eisportionierer sinnvoll. Wenn Sie den Portionierer nach jeder Kugel kurz in heißes Wasser tauchen, können Sie mit ihm Kugel für Kugel ein wahres Meisterwerk kreieren.

Silikonspatel

Für ein cremiges Eis muss die Eismasse mehrmals umgerührt werden. So kommt etwas Luft in die Eismasse und das Eis wird zart schmelzend und cremig. Um auch wirklich in jeden Winkel der Schüssel zu gelangen, ist für das Rühren ein Silikonspatel sehr zu empfehlen.

Frischhaltedose

Damit Sie Ihr selbst gemachtes Eis aufbewahren können, ist eine große Frischhaltedose zu empfehlen. Frischhaltedosen sind luftdicht verschließbar und bewahren das Aroma Ihrer Kaltspeise. Wenn Sie Eis selber machen, dann können Sie es so auch längerer Zeit im Gefrierfach lagern.

Weitere Tipps und Informationen rund um das Thema Eis

Wie viele Kalorien hat Speiseeis?

Die Zahl der Kalorien hängt stark von der Art des Eises und den verwendeten Zutaten ab. In der Regel hat Eiscreme mehr Kalorien als ein Sorbet, was vor allem an der verwendeten Sahne liegt. Für einen groben Überblick können Sie sich an folgenden Werten orientieren:

– Eiscreme (mit Sahne): circa 210 Kcal pro 100 Gramm
– Fruchtsorbet (ohne Sahne): circa 90 Kcal pro 100 Gramm

Wie lange ist selbst gemachtes Eis haltbar?

Da sich bei längerer Lagerung Eiskristalle bilden können und das Eis dann nichtmehr cremig und luftig ist, sollte das selbstgemachte Eis möglichst innerhalb einer Woche gegessen werden. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, kann sein Eis auch noch nach einigen Wochen genießen.

Leckere Eisrezepte zum Nachmachen

Wir sammeln für Sie leckere Eisrezepte zum Nachmachen und Genießen! Hier finden Sie unsere aktuellen Eisrezepte:

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