Zuckerwatte selber machen

Jeder kennt Sie von Klein auf, ob vom Jahrmarkt oder aus dem Freizeitpark: Die Zuckerwatte ist seit jeher eine leckere Versuchung für Groß und Klein. Dabei ist die Zutatenliste so einfach: Ein wenig herkömmlicher Haushaltszucker und eine Zuckerwattemaschine, schon ist die herrlich fluffige Köstlichkeit in wenigen Minuten gezaubert. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Zuckerwatte selber machen können!

Zuckerwatte selber machen: So geht’s

Vorbereitung & Zutaten

Zuckerwatte ist auch Zuhause ganz schnell gezaubert und dabei sogar noch recht kostengünstig. Sie sollten zum Zuckerwatte selber machen unbedingt auf eine Zuckerwattemaschine zurückgreifen, da die Zuckerwatte ohne das bewehrte Schleuderverfahren nicht wirklich gelingen mag. Diese sind bereits für unter 50 Euro zu erwerben, beliebte Einsteigermodelle gibt es sogar schon ab rund 20 Euro. Als einzige Zutat für die Zuckerwatte brauchen Sie herkömmlichen Haushaltszucker. Alternativ können Sie hier auch Isomalt, braunen Zucker oder Rohrzucker verwenden. In Nordamerika ist die Zuckerwatte aus Ahornsirup sehr beliebt. Achten Sie aber darauf, dass Ihre Zuckerwattemaschine für diese Zutaten geeignet ist. Für Ahornsirup benötigen Sie zumeist eine Profi-Maschine.

1. Zuckerwattemaschine vorheizen

Bevor Sie das Zuckerwattegerät verwenden können, sollten Sie es eine kurze Zeit ohne Zucker erwärmen lassen. Eine gute Minute sollte hier völlig genügen, um den sich drehenden Kopf der Maschine genügend aufzuheizen. Das hat vor allem einen Vorteil: Der Zucker bleibt beim Einfüllen gleich in der Zuckerwattemaschine haften und wird nicht sofort wieder herausgeschleudert.

zuckerwatte-selber-machen-zuckerwattemaschine-aufheizen

2. Zuckerwattemaschine abschalten

Nach der kurzen Vorheizphase sollten Sie die Zuckerwattemaschine zuerst einmal wieder abschalten, damit Sie den Zucker in die Öffnung füllen können, ohne ihn in Ihrer ganzen Küche zu verteilen. Achten Sie darauf, dass Sie die nächsten Schritte erst durchführen, nachdem der Kopf vollständig zum stehen gekommen ist.

3. Zucker in heißen Schleuderkopf einfüllen


Vorsicht: Heiß! Nun können Sie den Zucker in die dafür vorgesehene Öffnung Ihrer Zuckerwattemaschine füllen. Dabei sollten zwei bis vier Gramm Zucker für eine mittelgroße Zuckerwatte völlig ausreichen – Sie werden sich wundern, zu welchem Volumen der kleine Haufen Zucker anwächst.


zuckerwatte-selber-machen-zucker-einfuellen

4. Zuckerwattegerät anschalten & kurz warten

Jetzt ist der Weg zur ersten selbstgemachten Zuckerwatte nicht mehr weit: Schalten Sie das Zuckerwattegerät wieder ein. Sie werden sehen, dass der Zucker an die Außenwände des Schleuderkopfes gedrückt wird – hier wird er noch einmal für zwei bis drei Minuten erhitzt und „tropft“ dann durch kleine Öffnungen in die Zuckerwatteschale. Der Zucker kühlt dann schnell wieder ab und bildet Fäden. Alles, was Sie in diesem Schritt tun müssen, ist ein paar Minuten warten. Wenn Sie die ersten Fäden in der Zuckerwatteschale entdecken, können Sie mit Schritt 5 weitermachen!

5. Die Zuckerwatte richtig „aufwickeln“

Für eine möglichst luftige Zuckerwatte ist die richtige Wickeltechnik entscheidend: Nutzen Sie eines der mitgelieferten, langen Zuckerwattestäbchen aus Holz und nehmen Sie vorsichtig den ersten Faden mit dem Stäbchen auf. Dann drehen Sie das Stäbchen gegen den Uhrzeigersinn über der Zuckerwatteschale, bis der komplette Zucker aufgebraucht ist. Auf keinen Fall sollten Sie mit dem Zuckerwattestäbchen in der Schale „herumrühren“, wie Sie es vielleicht vom Jahrmarkt kennen: Das funktioniert bei großen Zuckerwattemaschinen gut, bei kleinen Haushaltsmaschinen gelangt so aber nur Zucker auf die Heizstäbe und verbreitet einen herrlichen Geruch von verbranntem Zucker. Hier gilt: Übung macht den Meister! Doch nach zwei bis drei Anläufen sollten Sie die Technik bereits verinnerlicht haben.
zuckerwatte-selber-machen-aufwickelnzuckerwatte-selber-machen-wickeln

6. Zuckerwattemaschine abschalten & genießen

Viel Spaß mit Ihrer ersten eigenen Zuckerwatte! Sie werden sich wundern, wie nahe der Geschmack an das Jahrmarkt-Original heranreicht. Sie sollten die Zuckerwattemaschine abschalten, sobald sich keine Fäden mehr bilden. Keine Sorge: Es ist normal, dass es etwas „dampft“, wenn die Zuckerwattemaschine abgeschaltet wird. Hier karamelisiert nurnoch der restliche Zucker, der auf dem Kopf liegen geblieben ist.

Zuckerwattemaschine reinigen

Um auch beim nächsten Mal fluffige leckere Zuckerwatte zu erhalten, sollten Sie die Zuckerwattemaschine nach jedem Benutzen reinigen, bevor Sie diese wieder in den Schrank stellen. Zuckerwatteschale und Schleuderkopf lassen sich bei den meisten Maschinen abnehmen und so sehr einfach reinigen. Auch etwas angebrannter Zucker, der im Schleuderkopf zurück geblieben ist, lässt sich durch die Beschichtung ohne große Mühe entfernen. Falls aber doch mal etwas hartnäckiger Zucker übrig ist, können Sie den Schleuderkopf einfach in etwas heißes Wasser legen und dort einweichen lassen. Der Zucker löst sich dann ohne Probleme ab. Je nach Herstellerangaben können manche Zuckerwatteschalen auch in der Spülmaschine gereinigt werden.

Zuckerwatte färben

Besonders (aber nicht nur!) für die Kleinen ist die Zuckerwatte natürlich ein super Erlebnis – man hat schließlich nicht jeden Tag eine flauschige, klebrige Zuckerwolke in der Hand. Noch besser wird es nur durch farbige Zuckerwatte. Hierzu sollten Sie den Zucker vor Verwendung mit Lebensmittelfarbe einfärben, die Farbe bleibt auch beim Erhitzen in der Zuckerwattemaschine erhalten. Aromatisierte Lebensmittelfarbe lässt besonders interessante Geschmacksrichtungen zu – so können Sie die Zuckerwatte immer wieder neu erfinden und eigene Kreationen erschaffen! Gefärbten und aromatisierten Zucker gibt es bereits fertig gemischt zu kaufen, diese sind aber meist unverhältnismäßig teuer.

Süßigkeiten, Backen, Rezepte und mehr auf SugarStore.de, 2017